Mixtape NO1 und anderer Stuff

Brandneu und direkt von der Straße ist an unserem Stand das RV-Mixtape Nr. 1 eingetrudelt, was es für 3€ käuflich zu erwerben gibt. Euch erwartet ein bunter Mix aus Dubstep, 2Step, Electro, Hip Hop und Future Beats. Für diejenigen, die immer noch keine antiRepressiVa-CD in ihrem CD-Regal stehen haben, hier nun das Angebot der Saison: Mixtape Nr. 1 + antiRepressiVa CD für nur 6€. Wer da nicht zuschlägt, ist selber schuld!
Alle Einnahmen gehen in die antiRepressiVa-Kasse. Da es sich um unser erstes Mixtape handelt, ist die Auflage zunächst auf 30 CDs begrenzt. Also sichert Euch schnell Euer Exemplar. Gegebenenfalls wird aber zum nächsten Heimspiel gegen Dortmund die Auflage erhöht. Weitere Mixtapes sind ebenfalls in Planung!

Zusätzlich können wir Euch zu diesem Heimspiel auch die erste Ausgabe de „la petite parole“ anbieten, die genauso wie die Testausgabe natürlich kostenlos ist. Also schaut am RV-Stand vorbei bzw. sichert Euch am OKS oder im Stadion Eure „petite parole“ oder noch einen von den letzten Exemplaren des “Ultras Niemals Aufgeben”- Schals.

Auf 3 Punkte und den SVW!

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Keinen Meter!

Liebe Werderfans,

neben dem Abstiegskampf haben wir ein zweites Problem. Am 30. April werden die Nazis unter Schirmherrschaft der “NPD – Die Volksunion” in Bremen mobil machen. Faschist_innen aus ganz Deutschland werden sich versammeln, um Stärke zu zeigen und die Aufmerksamkeit für ihre menschenverachtenden Ansichten zu nutzen. Ihr konkretes Ziel ist der Einzug in die Bremer Bürgerschaft bei den Wahlen am 22.Mai.

Auch aus der Ostkurve werden einige Idioten dabei aufmarschieren. Neben der “Standarte Bremen” oder dem “Nordsturm Brema” kann es möglich sein, dass z.B. Mitglieder der “Farge Ultras” oder nicht als Fanklub organisierte Faschist_innen mit der NPD marschieren.

Das Ziel aller denkenden Menschen kann nur sein, diesen Aufmarsch durch eine breite Gegenbewegung zu verhindern. Wir laden aus diesem Grund alle interessierte Menschen und Werderfans zu einer Infoveranstaltung um 18:00h am 27.04.11 in den Ostkurvensaal ein. Ihr bekommt dort den Stand der Dinge und weitere Informationsmöglichkeiten. Zusammen mit A Gauche, einer Jugendpolitikgruppe, beantworten wir alle Fragen und stellen euch die möglichen Protestformen vor.

Wir haben uns der Gegenbewegung “Keinen Meter!” angeschlossen. Dieses Bündnis hat schon 2006 mit überwältigendem Erfolg den Naziaufmarsch in Walle stoppen können. Behaltet daher auch www.keinen-meter.org im Auge.

Auch abseits dieses Ereignisses fordern wir alle auf, faschistisches Verhalten im Weserstadion nicht zu ignorieren. Sexismus, Rassismus, Homophobie, Antizionismus oder Antiziganismus sind faschistische Verhaltensweisen. Informiert euch, denkt drüber nach, redet drüber.

Kein Fußball den Faschist_innen!

à Gauche et Racaille Verte

http://www.keinen-meter.org/

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Hexenkessel und Geisterspiel

Trotz der leeren Ränge rufen wir alle Werderfans zur Unterstützung der Mannschaft gegen den FC St. Pauli auf. Ein Becherwurf und die folgende Kollektivstrafe soll uns nicht daran hindern, den SV Werder zu unterstützen. Versammelt euch friedlich ums Stadion und lasst uns den Nichtabstieg herbeisingen.

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Abschluss in Kaiserslautern

Es wird einen Sonderzug für das Spiel in Kaiserslautern geben. Wer eine Eintrittskarte vorweisen kann, darf für 18,99€ ein Ticket für den Zug erwerben. Insgesamt stehen mehr als 800 Plätze zur Verfügung. Mehr Infos gibt es, wenn die genauen Konditionen stehen. Das kann noch bis Ende April/Anfang Mai dauern.

Verfolgt www.racaille.de oder eine Nachricht der Fanbetreuung.

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Freistoss – Das Fanzine der Queer Football Fanclubs

An dieser Stelle wollen wir Euch wärmstens die ersten beiden Ausgaben des Fanzines „Freistoss“ ans Herz legen, für welches eine weitere Ausgabe in Arbeit ist. Herausgegeben wird dieses Fanzine von dem Zusammenschluss der Queer Football Fanclubs (QFF) und ist derzeit lediglich als PDF zu haben.

www.queerpass.ch/basel/cms/data/medien/files/QFF_freistoss_0901.pdf

www.queerpass.ch/basel/cms/data/medien/files/QFF_freistoss_2010_1.pdf

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Austritt aus dem Fanbündnis „ProFans“

Aufmerksamen Ostkurvenbeobachter_innen dürfte in den letzten Spielen aufgefallen sein, dass unsere „ProFans“-Zaunfahne nicht mehr hing.
Da wir dies den übrigen beteiligten Gruppen erst einmal intern mitteilen wollten, nun mit Verspätung offiziell: unsere Gruppe ist aus dem Netzwerk ausgetreten.
In unserem guten halben Jahr „ProFans“-Zugehörigkeit haben wir festgestellt, dass in diesem Netzwerk keine Basis für uns vorhanden ist.
Der größte Punkt war dabei die unterschiedliche Auffassung, was ein „antirassistischer Grundkonsens“ in der Praxis bedeutet.
Dennoch möchten wir noch einmal betonen, dass wir uns szeneübergreifender Zusammenarbeit nicht verschließen wollen, sie als sehr wichtig ansehen und immer weiter offen für diese bleiben werden.
Jedoch müssen für uns einige Grundpfeiler gegeben sein, um unserer Linie treu zu bleiben. Das war bei „ProFans“ leider nicht mehr gegeben.

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Parole de la Racaille wieder im Versand

Lesefreund_innen der etwas anderen Lektüre aufgepasst! Es ist wieder soweit; unser neuestes Manuskript ist seit einigen Tagen auf dem Markt und die Parole lautet auch dieses Mal, dass es ab fünf Exemplaren auch postalisch zu erwerben ist.

Dazu braucht ihr nur über info@racaille.de mit uns in Verbindung treten. Das Heft kostet 2,50€ pro Exemplar, wozu eine Versandpauschale von 2€ berechnet wird.

Wer weniger Hefte braucht, wird wie immer am Stand im/vor dem Ostkurvensaal fündig.

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Offener Brief an die Polizei Bremen, Polizei Hamburg, SV Werder Bremen, Hamburger SV sowie die zuständigen Fan-Projekte

Betr.: Anreise der Werder-Fans zum Auswärtsspiel beim Hamburger SV am 19.2.2011

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen der Spiele des SV Werder beim Hamburger SV ist es zur gängigen Methode geworden, die anreisenden Werder-Fans in Hamburg-Harburg aussteigen zu lassen und von dort per S-Bahn zur Haltestelle Othmarschen zu transferieren, um sie wiederum von dort per Bus-Shuttle zum Volkspark zu fahren.

In der Vergangenheit wurde nicht nur deutlich, dass diese Variante nicht die von allen Seiten gewünschte Deeskalation fördert, sondern ganz im Gegenteil, sowohl bei den Fans als auch der Polizei, zu großer Unzufriedenheit und Spannungen führt. Allein der Umstand, dass die Notbremsen deaktiviert sind, macht deutlich, wieviel “Rücksicht” die Einsatzstrategie auf die Sicherheit der Menschen in den S-Bahnen nimmt. Im Notfall wäre es nicht möglich, die Bahn schnellstmöglich zu stoppen. Größtmögliche, vermeintliche “Sicherheit” aus Sicht der Polizei geht also auf Kosten der S-Bahn-Insass_innen. Des Weiteren hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass körperlich beeinträchtigte Personen keine Möglichkeit haben, auf diesem Wege zum Stadion zu kommen, da sie auf barrierefreie Transportmittel und Bahnhöfe (in Harburg sowie Othmarschen ist dies nicht gegeben) angewiesen sind. Ebenfalls drängt sich der Charakter eines Vieh-Transportes geradezu auf, wenn hunderte von Fans regelrecht in die oftmals zu wenigen vorhanden Busse in Othmarschen gedrängt werden.
Darüber hinaus ist die Polizei nicht dazu in der Lage, die Fans in den Bussen zu schützen, wie der Angriff auf die Shuttle-Busse vom 7. Mai 2009 mit mehreren Verletzten deutlich zeigt. Es sind also kaum noch Fans dazu bereit, freiwillig in die Busse zu steigen, da sie den Eindruck haben, nicht von der Polizei geschützt – eher bedrängt – zu werden und sich geradezu auf einem “Präsentier-Teller” für Angriffe befinden.

Bereits beim letzten Aufeinandertreffen entschied sich aus diesen Gründen eine große Gruppe Werder-Fans dazu, eine alternative Anreiseroute zum Stadion zu wählen. An diesem Tag wurde bewiesen, dass selbst eine über 200 Personen umfassende Gruppe von Fans, die nicht selten von der Polizei pauschal als “gewalttätig” eingestuft wird, es schafft, ohne Polizei-Begleitung friedlich und ohne jeden Zwischenfall nach Hamburg bzw. zum Volksparkstadion zu reisen.

Wir fordern, dass sich die zuständigen Institutionen für eine zum Bus-Shuttle alternative Variante entscheiden. Wir sind durchaus bereit, am Entstehungsprozess von neuen Ideen teilzuhaben. Es kann nur im Sinne aller sein, eine zufriedenstellende Lösung zu finden, um schon im Vorfeld den Willen zur Deeskalation – von allen Seiten – zu verdeutlichen. Sollte keine der Institutionen den Willen zur Kommunikation bzw. zur Lösungsfindung erkennen lassen, sehen wir uns leider dazu gezwungen, erneut alternative Anreisewege zu finden.

Racaille Verte, Infamous Youth, UltrA Team Bremen
27. Januar 2011

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Alle Roma bleiben hier! Über die Situation der Roma in Deutschland und dem Kosovo

Der Kampf gegen Diskriminierung in der Kurve und im Stadion ist immer auch im gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang zu sehen und das Engagement dagegen kann deshalb nicht am Stadiontor aufhören. Somit haben wir als Ultragruppe die Intention, auf Missstände in unserer Stadt und dem Umfeld, in dem wir leben, hinzuweisen. Schließlich ist Rassismus, wie z.B. Antiziganismus kein Problem, welches aus den Meinungen weniger Leute auf irgendwelchen Fußballplätzen hervorgeht, sondern eines, welches in dem Bewusstsein der Mehrheitsgesellschaft fest verankert ist. Die „Aktion 349“ ist eine antirassistische Gruppe aus Bremen. Der Name „Aktion 349“ ergibt sich aus der Zahl der in Bremen von einer Abschiebung bedrohten Roma und ist nach dem Vorbild der „Aktion 302“ aus Münster entstanden. Es wird versucht, per Öffentlichkeitsarbeit ein Bleiberecht für die Roma zu erstreiten, sowie antiziganistische Hintergründe in dieser Gesellschaft zu erkennen und zu bekämpfen. Der folgende Text stammt von der „Aktion 349“, deren Forderungen wir unterstützen:

ALLE ROMA BLEIBEN HIER! – Über die Situation der Roma in Deutschland und dem Kosovo
Nachdem die deutsche Bundesregierung am 14.04.2010 endgültig ein Rücknahmeabkommen mit dem Kosovo geschlossen hat, sind bundesweit ca. 10.000 Roma, Ashkali und Kosovo-Ägypter_innen von der Abschiebung gefährdet. Davon leben in Bremen 349 Roma, die vor mehreren Jahren während des Kosovo-Krieges hierher kamen. Seitdem haben sie sich ein Leben und ein soziales Umfeld aufgebaut. Viele der Betroffenen sind Kinder und Jugendliche, die hier geboren wurden oder als Baby nach Bremen kamen und deswegen hier zur Schule gehen. Für die Roma ist Deutschland bzw. Bremen ihre Heimat, nicht der Kosovo.

Was bedeutet eine Abschiebung in den Kosovo? Wie sind die dortigen Lebensbedingungen für Roma?

Eine Abschiebung ist eine gegen den Willen der Betroffenen durchgeführte Ausweisung aus der BRD. Durch die Abschiebung in den Kosovo oder in die Länder des ehemaligen Jugoslawiens drohen den Roma Diskriminierung und Verfolgung. Oft werden sie Opfer von körperlicher Gewalt seitens Bevölkerung und Polizei; sie müssen in ständiger Furcht leben, sind sogar von Pogromen und Mord betroffen. Da sie ihrer Häuser und Besitztümer enteignet wurden, bleibt ihnen nur die Möglichkeit, in einer der illegalen Siedlungen unter menschenunwürdigen Bedingungen zu leben. Dort leben sie häufig in selbstgebauten Hütten aus Pappe und Plastikfolien, wo es oft an fließendem Wasser fehlt. Außerdem haben die Roma dort oftmals weder Familie noch soziale Kontakte. Auch die Landessprache sprechen sie meist nicht, da sie willkürlich von den Abschiebebehörden in den Kosovo, wo albanisch gesprochen wird, oder nach Serbien, wo serbisch gesprochen wird, abgeschoben werden. Dies stellt besonders ein Problem für die hier aufgewachsenen Kinder und Jugendlichen dar.

Die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben bleibt den Roma im Kosovo und in anderen Ländern des ehemaligen Jugoslawiens verwehrt. Weniger als zwanzig Prozent der Roma-Kinder im Kosovo besuchen regelmäßig eine Schule. Schätzungen zufolge ist von den 3,7 Millionen Roma im Balkanraum die Hälfte unterernährt. Die Kindersterblichkeit sowie die Arbeitslosenrate unter den Roma der Region liegen überall weit über dem jeweiligen nationalen Durchschnitt und die Lebenserwartung von Roma im östlichen Europa liegt im Schnitt zehn Jahre unter dem der jeweiligen Mehrheitsbevölkerung, da ihnen u.a. die medizinische Versorgung verwehrt wird. Des Weiteren grenzt es für sie an die Unmöglichkeit, einen Arbeitsplatz zu finden und somit sich oder ihre Familie zu ernähren.

Die Abschiebung heißt ein Leben in Elend und ohne menschenwürdige Zukunft.

„Amnesty International“, „Human Rights Watch“ sowie „Unicef“ veröffentlichten mehrere Studien zu den Lebensumständen von Minderheiten im Kosovo. Hierzu sagte die West-Balkan-Expertin von „Human Rights Watch“, Wanda Troszczynska-van Genderen:

„Europa schickt die schutzlosesten aller Kosovo-Flüchtlinge zurück in die Armut, Diskriminierung, Ausgrenzung und Vertreibung“.

Dies ist auch der Bundesregierung seit längerem bekannt. Doch abgeschoben werden soll trotzdem.

Wie kommt es zur Diskriminierung von Roma?

Soziale Ausgrenzung und Kriminalisierung sowie die europaweit stattfindenden Vertreibungen und sogar Morde an Roma stehen im Zusammenhang mit einer abwertenden und meist feindseligen gesellschaftlichen Haltung gegen Roma. Die Diskriminierung von als „Zigeuner“* diffamierten Menschen hat in Europa eine lange Tradition und fand ihren traurigen Höhepunkt im Nationalsozialismus mit mehreren hunderttausend Toten. Die Mehrheitsgesellschaft, also der Teil der Bevölkerung, welcher Normen und Werte aufgrund einer quantitativen Überlegenheit bestimmt, vertritt antiziganistische Stereotype des „stehlenden, schmutzigen, arbeitsscheuen und vagabundierenden Zigeuners“, der als „faul und kindlich-dumm“  oder positiv gewendet „als freiheitsliebende_r Musiker_in“ usw. beschrieben wird. Damit sei der „Zigeuner“ nicht passend für die moderne arbeitsame Gesellschaft und wird als „etwas anderes“ betrachtet.

In der Berichterstattung über Roma wird oft deutlich, wie Menschen, die in der deutschen Gesellschaft leben, in die Sparten „nützlich“ und „unbrauchbar“ sortiert werden. Als „nicht nützlich“ angesehen werden z.B. als solche definierte „Arbeitsscheue“, die Lohnarbeit verweigerten, „Vagabunden“ und „Herumtreibende“, die nicht loyal gegenüber der Nation sowie im Allgemeinen unangepasst seien. Der Stereotyp vom „Zigeuner“ findet sich hier wieder, weshalb Roma zu nutzlosen Mitgliedern unserer Gesellschaft abgewertet werden. Diese „Ungleichheit“ und „Nutzlosigkeit“ legitimiert das Absprechen von dem Recht auf Selbstbestimmung, Erhaltung oder Schaffung von ökonomischen Lebensgrundlagen, auf körperliche Unversehrtheit bis hin zum Recht auf Leben. Außerdem wird die Privilegierung der überlegenen Bevölkerung gerechtfertigt und die bürgerlichen Werte und Normen werden aufgewertet.

Daher ist Antiziganismus kein Problem des rechten Reaktionismus, sondern eines der Mehrheitsgesellschaft!

Wir fordern:

-       Sofortiger und endgültiger Abschiebestopp in Bremen und überall!

-       Bereits abgeschobene Roma müssen zurückkehren können!

-       Ein Leben in Sicherheit und Würde für Roma, aber auch alle anderen, die rassistisch aussortiert werden!

-       Antiziganistische Stereotype bekämpfen!

*Die hier angeführten Zuschreibungen gendern wir nicht, da die durch die Anführungszeichen symbolisierte Einstellung der Mehrheitsgesellschaft auch Frauen kategorisch ausschließt.

Mehr Infos unter:

-       Homepage der „Aktion 349“:

http://arb.blogsport.de

-       Situation der Roma in Serbien, Einzelfall-Recherche, der Bericht über Familie N. ist hier zu finden:

http://www.nds-fluerat.org/projekte/roma-projekt/situation-der-roma-in-serbien/

-       9 Gründe für ein Bleiberecht der Kosovo-Roma, publiziert vom Projekt Roma Center Göttingen e.V.:

http://no-racism.net/upload/973099665.pdf

-       Amnesty International zur Situation der Roma im Kosovo und zu den Abschiebungen von Roma in der Kosovo:

http://www.amnesty.de/files/Stellungnahme_Kosovo_Roma_20100506_0.pdf

-       „Human Rights Watch“ zu den Abschiebungen und der Lage im Kosovo, „Kosovo: Europa schickt Roma zurück in die Not“:

http://www.hrw.org/de/news/2010/10/27/kosovo-europa-schickt-roma-zur-ck-die-not/

-       Verwehrte Rechte, Bericht über Rückführung der Minderheiten in den Kosovo, auch auf Deutsch zu finden unter:

http://www.hrw.org/node/93832

-       UNICEF-Studie zur Lage der Roma-Kinder aus dem Kosovo – Kinder ohne Chance:

http://www.unicef.de/presse/pm/2010/roma-studie-2010/

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    Stellungnahme zu den Übergriffen von Neonazis beim Bremer Hallenturnier am 19.12.2010

    Wie bereits in den Jahren zuvor waren auch in diesem Jahr wieder mehrere hundert Ultras zur Unterstützung des SV Werder Bremen in die Bremer Stadthalle gekommen. Ein großer Teil der Fanszene des SV Werder bzw. der an diesem Tag anwesenden Personen ist seit mehreren Jahren für sein soziales und antirassistisches Engagement bekannt. Zu nennen sei an dieser Stelle beispielhaft die Tätigkeit der “Antidiskriminierungs-AG”, die neben weiteren Auszeichnungen mit dem Julius-Hirsch-Preis für ihre Aktivitäten geehrt wurde.

    Das Turnier wurde in diesem Jahr ebenfalls von einer Gruppe rund um die „Farge Ultras“ besucht. Diese Gruppe unterstützt die Mannschaft des TSV Farge-Rekum, welche allerdings nicht bei diesem Turnier vertreten war. Bereits in der Vergangenheit gab es Bedrohungen seitens dieser Gruppe auf junge, antifaschistische Ultras des SV Werder. Die “Farge Ultras” stehen ebenfalls in Kontakt mit der Hooligan-Gruppierung „Nordsturm Brema” (NSHB), deren Mitglieder unter anderem an einem politisch motivierten Überfall auf Gäste einer Feier von antirassistischen Ultras im Ostkurvensaal (20.01.2007) beteiligt waren.

    An diesem Tag fiel die Gruppe um die “Farge Ultras” vorerst nur durch das Tragen der Marke „Thor Steinar“ auf, welche aus neonazistischen Kreisen stammt und diese wiederum durch die erzielten Gewinne fördert. Im weiteren Verlauf brüllten sie rechte Parolen, z.B. „Hasta la vista, Antifascista“.

    Im Rahmen des zweiten Spiels der Mannschaft des SV Werder begab sich die Gruppe um die “Farge Ultras” in die Nähe des Blocks, in dem sich die Fanszene des SV Werder gesammelt hatte. Es kam zu ersten verbalen Entgleisungen und Becher-Würfen in Richtung des Fanblocks. Unmittelbar darauf folgte der erste körperliche Übergriff von Seiten der Neonazis, woraufhin die Fanszene sich wehrte und versuchte, die Angreifenden zurückzudrängen. Zu diesem Zeitpunkt trafen auch einige Ordner_innen der Firma „Elko & Werder-Security“ in dem Bereich ein, nach eigener Aussage um “zu schlichten”. Diese Intention war zumindest nicht bei allen Ordner_innen erkennbar. Vielmehr wurde durch die Aussage eines Ordners, dass “es heute auf’s Maul gibt, ihr Antifa-Fotzen” deutlich, auf welcher Seite ein Teil des Ordnungsdienstes an diesem Tage stand. Auffällig auch, dass Teile des Ordnungsdienstes ebenfalls Kleidung von “Thor Steinar” trug (was übrigens bei ihrer Arbeit im Weser-Stadion nicht möglich wäre, da das Tragen der Marke dort verboten ist). Es kam im Verlauf des Tumults zu einem massiven Einsatz von Pfefferspray seitens des Sicherheitspersonals, woraufhin eine Person der Werder-Fans zusammenbrach und behandelt werden musste.

    Als sich die Situation beruhigt hatte und offensichtlich wurde, dass die Gruppe der Neonazis um die “Farge Ultras” weiterhin unbehelligt das Turnier gucken darf, entschied sich die Bremer Fanszene dafür, geschlossen das Turnier zu verlassen, um diesen Vorfall nicht reaktionslos und unkommentiert stehen zu lassen.

    Aus der sich weiterhin in der Halle befindlichen Gruppe Neonazis kam es im weiteren Verlauf des Turniers zum Wurf eines Bechers auf das Spielfeld, woraufhin ein Spieler die Gruppe aufforderte, dies zu unterlassen. Als Reaktion darauf stürmten vier Personen dieser Gruppe in Richtung des Spielfelds und beschimpften den Spieler. Der Trainer der Mannschaft des SV Werder wies daraufhin die sich in der Nähe befindenden Ordner an, die Personen aus dem Umfeld der Trainerbank zu beten. Statt dem Folge zu leisten, unterhielten und scherzten die Ordner mit den Neonazis und schüttelten ihnen zum Abschied die Hände. Ein weiteres Zeichen, dass sich ein Teil des Ordnungsdienstes an diesem Tag solidarisch mit der angreifenden Gruppe von Neonazis zeigte.

    Wir positionieren uns eindeutig und vehement gegen das Auftreten der Neonazis. Wir rufen alle Vereine und Veranstalter_innen dazu auf, ein deutliches Zeichen zu setzen und Neonazis nicht zu ihren Veranstaltungen zuzulassen. Wir fordern Sicherheits- und Securitydienste dazu auf, rechtsoffene Tendenzen nicht zu dulden, sowie ihre Mitarbeiter_innen entsprechend auszuwählen und fortzubilden. Zudem fordern wir direkte Konsequenzen in Bezug auf die Personen, welche offensichtlich mit den Neonazis befreundet sind und/oder sich solidarisch mit ihnen zeigen. Des Weiteren fordern wir Polizei, Ordnungsdienst und Medien dazu auf, den Vorfall nicht als “Auseinandersetzung zwischen Fans” herunterzuspielen, sondern die Geschehnisse als das zu behandeln, was sie sind: Ein politisch motivierter Angriff von Neonazis.

    Kein Fußball den Faschist_innen!

    Wanderers Bremen, UltrA-Team Bremen, Infamous Youth, Racaille Verte

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